Winter in Xiamen 厦门的冬天

Nun hat auch der Winter Einzug in Xiamen gehalten. Man mag es nicht glauben, aber auch in subtropischen Gebieten kann man ziemlich frieren. Vermummte Menschen mit Schals und dicken Wollmützen allerorts im Xiamener Straßenbild. Die Temperaturen sinken nachts bereits auf sechs Grad, tagsüber auf 12 Grad. Jetzt fühlt man sich in den tiefsten deutschen Herbst versetzt: Regen, kurze Tage, Kälte, jedoch: Weihnachtsstimmung kommt leider nicht so recht auf. Zwar gibt es in Kaufhäusern und Geschäften eine Dauerbeschallung mit Weihnachtsliedern und ihren asiatischen Coverversionen, und an Lametta und Weihnachtsmänner-Dekorationen mangelt es auch  nicht, manchmal aber sehnt man sich dann doch nach einem leckeren Glühwein auf dem Trierer Weihnachtsmarkt.

Sind wir also nur zwei Deutsche mit Kälte-Komplexen, die Temperaturen um die 10 Grad schon kalt finden? Nein, denn erschwerend kommt hinzu, dass es hier keinerlei Heizungen gibt. Wer – wie wir – nur über eine Klimaanlage ohne Heizfunktion verfügt, der schafft sich entweder für einiges Geld einen Heizstrahler an oder geht traditionell nach dem Zwiebelprinzip und legt ein oder zwei Kleiderschichten mehr an. Für alle, die sich überlegen, für ein Auslandsjahr nach China kommen zu wollen und es sich jetzt noch einmal mit Xiamen überlegen, sei gesagt: in Peking oder im Landesinneren befindet sich China schon weiter unter dem Gefrierpunkt, außerdem währt der Winter in Xiamen nur gut zwei Monate, dann steigen die Temperaturen schnell wieder auf über 20 Grad.